Die Angst der Elite vor der Bevölkerung

Rebecca Solnit

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rebecca solnit

Dass sich eine herrschende Elite von dem Volk in Burgen, Schlössern und ummauerten Klöstern versteckt, ist uns aus der Geschichte bekannt. Weniger bekannt ist der bedrückende Umstand, dass sich daran nichts geändert hat. Nur die Mauern sind unsichtbar geworden. Die US-Kulturhistorikerin, Schriftstellerin und Journalistin Rebecca Solnit (pic) erklärt in einem Interview anlässlich ihres vorletzten Buchs „A Paradise Built in Hell“ (Penguin, ab 12,70 €) ganz analog zum aktuellen Anschlag in Boston, zu dessen Aufklärung Tausende von Polizisten eine Million Bürger unter Hausarrest stellten, den Begriff „Elite Panic“. Sie sagt: Angehörige der Elite nehmen an, dass der Mensch von Grund auf selbstsüchtig, käuflich und irgendwie unmenschlich sei; im Wesentlichen so wie sie selbst. Niemand, so bestätigt uns Solnit, werde unermesslich reich und mächtig, indem er von Grund auf gut sei. Die Elitemitglieder gingen also davon aus, dass nur ausschliesslich ihre eigene Macht ein allgemeines Ausbrechen von zügelloser Gewalt verhindere.

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Deutschland muss Verantwortung fürs notwendige Töten übernehmen

Kapitalismus und Imperialismus

Exportabel

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Ganz so billig sollte die Süddeutsche ihre Treue zum System nicht zur Schau stellen, wenn sie vom gehobenen Mittelstand noch ernst genommen werden will. Aber vielleicht haben die Soldaten in ihren Taschen in der linken Hand ja ganz viel Geld, das sie den Armen geben wollen. Und die Gewehre sind aus Plastik.

Deutschland muss Verantwortung übernehmen, schreibt Stefan Braun. Ein netter Euphemismus für Kriege anzetteln und Menschen töten.

Selbst wenn die meisten Deutschen am liebsten weiterwursteln würden – Freunde und Partner in der Welt werden die Debatte erzwingen. Es ist keine eitle Erfindung eines Präsidenten und zweier Minister. Es ist ein Thema, mit dem alle, die Deutschland in der Welt vertreten, konfrontiert werden. Was will Deutschland sein in der Welt? Welche Interessen verfolgt es? Mit welchen Mitteln? Und: Ist es bereit, Lasten zu teilen? Diese Fragen von Freunden sind es, die Gauck, Steinmeier und von der Leyen antreiben.

Es ist ein…

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endlich arbeit: putzjob in fukushima

Fukushima

campogeno

jobs für obdachlose: ein verstrahltes atomkraftwerk dürfen sie putzen.

umgerechnet etwa 100 euro prämie gibt es für den arbeitsvermittler, für den, der die obdachlosen rekrutiert. über die gefahren der arbeit werden die obdachlosen nicht aufgeklärt.

japein obdachloser: “Mich fragte einer, hast du Hunger, willst du arbeiten? Dann haben sie mich nach Fukushima gebracht. Die Kosten für Schlafplatz und Miete haben sie mir vom Lohn abgezogen. Am Ende blieb nichts. Wir Obdachlose sind leichte Opfer. Wir wollen einen Job. Wir alle haben Hunger. In Fukushima gehen ihnen die Arbeiter aus, denn die meisten sind schon bis an die zulässige Höchstgrenze verstrahlt. Also werden jetzt die Obdachlosen dorthin gekarrt und riskieren ihr Leben.”
video und mehr hierzu: euronews.com

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Das Grundeinkommen so konzipieren, dass es keine sozialen Standards unterläuft

DurchEinAnderBlog

Einundzwanzigstes Gespräch über das bedingungslose Grundeinkommen: 

Heute spricht Ina Praetorius mit Ueli Mäder, Professor für Soziologie an der Universität Basel.

th

Ina Praetorius: Du bist Experte für die Soziologie des Reichtums. Hat dieses profunde Wissen um die „oberen Zehntausend“ etwas damit zu tun, dass du dich – bedingt – für die „Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen “ einsetzt?

Ueli Mäder: Mich bewegt die soziale Ungleichheit. Obwohl in der Schweiz der Reichtum enorm zunimmt, leben viele Menschen unter oder knapp über dem Existenzminimum. Das stört mich. Da hapert es mit der Verteilung. Und das ist primär eine Frage der Macht. Sie äussert sich auch ideologisch. Vor allem seit Ende der 1980er-Jahre. Seither überlagert ein finanzkapitalistisches Verständnis das politisch liberale. Was zählt, ist die Vermehrung des Kapitals. Und wie viel Wert die Arbeit habe, auch das bestimme, so heisst es,  der Markt. So verbreitet sich eine neue Gläubigkeit

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Commons – neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung

Nordwind

Das Buch zur 9. Armutskonferenz ist da: Was allen gehört. Commons – neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung. Ich muss sagen, es ist wirklich gut geworden, interessante Beiträge und viele wichtige Themen. Darunter auch ein Beitrag von Silke Helfrich und einer von mir.

Und – besonders lobenswert 🙂 – das Buch ist unter einer CC BY-NC-SA 3.0 Lizenz erschienen und auch als pdf zum Download verfügbar.

Hier mein Beitrag im Buch:

Commons: zukunftsfähig Wirtschaften jenseits von Markt und Staat

Geht es bei den Diskussionen um Armut und Armutsbekämpfung meist um Umverteilung des materiellen Reichtums oder die Schaffung von Arbeitsplätzen, so stellt sich Armut aus der Perspektive der Commons viel eher als Armut an Beteiligungschancen, Zugangsrechten und Entfaltungsmöglichkeiten dar. Es geht darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben gemeinsam mit anderen selbst in die Hand zu nehmen.

Was haben denn Commons nun mit Armutsbekämpfung zu tun? Diese Frage war auch am…

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